Ein Stückchen von dem Stein der Weisen

Tanzen lernen heißt Freude an der Bewegung finden

Kleine Kinder bewegen sich fast automatisch, wenn sie Musik hören. Bei Erwachsenen ist dieser Reflex zumeist verkümmert, er kann aber zum Beispiel durch Tanzkurse wieder erweckt werden.

Das Tanzen als Ausdruck von Gefühlen oder zur Ausübung bestimmter Rituale ist so alt wie die Menschheit selbst. Auch die alten Ägypter haben sich schon weit vor unserer Zeitrechnung zum Takt der Musik bewegt und getanzt. Ihre rituellen Tänze drehten sich dabei um besondere Ereignisse ihres Zusammenlebens, um Tod und Geburt oder die Zusammenkunft eines Paares. Auch in unserer Zeit haben wir zum Beispiel die Tradition, dass ein frisch vermähltes Paar mit dem sogenannten Hochzeitswalzer den Tanz am Abend seiner Vermählung eröffnet. Oder dass junge Menschen, sobald sie ihr Abitur absolviert haben, dieses Ereignis mit einem Abiball feiern. Tänze sind also auch in unserer modernen Gesellschaft ein fester kultureller Bestandteil.

Vor Ereignissen wie einer Hochzeit entscheiden sich viele Menschen dazu, das Tanzen zu lernen. Die Ausbildung kann in einer Tanzschule absolviert werden und je nach gewünschtem Umfang einige Wochen oder Monate dauern. Viele Menschen finden während dieser Zeit Freude an der Bewegung. Nicht selten wird das Tanzen, das mit einem Kurs vor der Hochzeit begonnen hat, zu einem lebenslangen Hobby. Denn neben dem traditionellen Walzer gibt es viele Gesellschaftstänze, die auf Bällen oder Festen immer wieder getanzt werden können, wie zum Beispiel der Foxtrott, der Cha-Cha-Cha oder der Discofox.

Menschen, die das Tanzen lernen, erfahren viel über ihren eigenen Körper. Neben den klassischen Gesellschaftstänzen können zum Beispiel unterschiedliche Formen des Bauchtanzes erlernt werden, die oftmals Aufschluss darüber geben, wie verspannt die eigene Muskulatur ist. Können die Bewegungen des Bauchtanzes später ohne Probleme ausgeführt werden, haben sich oftmals auch Verspannungen gelöst. Bei jungen Menschen ist das Erlernen sogenannter Showtänze sehr beliebt. Diese Art des Tanzens vereint sportliche Bewegung und künstlerischen Ausdruck. Für die Tänzer ist das zumeist mit hoher körperlicher Anstrengung verbunden, welche sich zum Beispiel bei manchen Figuren des Breakdance besonders zeigt. Generell sind Showtänze für die Bühne und ein Publikum gemacht.

10.01.2011